2. Petrus 3,1-9
Auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen: Christus wird wiederkommen
1 Dies ist nun schon der zweite Brief, liebe Freunde, den ich euch schreibe. Es geht mir in diesen Briefen darum, euch Dinge ins Gedächtnis zu rufen, die euch helfen sollen, wachsam zu bleiben und euer Denken durch nichts Böses beeinflussen zu lassen. 2 Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben, und an die Lehre unseres Herrn und Retters, die euch durch die Apostel, die Gott zu euch schickte, überbracht wurde. 3 Vor allem müsst ihr wissen, dass in den Tagen vor dem Ende Spötter auftreten werden, denen nichts heilig ist und die nur ihren eigenen Begierden folgen. 4 »Wo bleibt denn die Erfüllung seiner Zusage?«, höhnen sie. »Er hat doch versprochen, dass er wiederkommt! Inzwischen sind unsere Väter gestorben, aber geändert hat sich nichts. Alles ist immer noch so[1], wie es seit der Erschaffung der Welt war.« 5 Denen, die das behaupten, entgeht freilich, dass es in alter Zeit schon einmal einen Himmel und eine Erde gab, die auf Gottes Wort hin entstanden waren (wobei das Land sich aus dem Wasser erhob und das Wasser dem Land Platz machte). 6 ´Und es entgeht ihnen, dass` diese damalige Welt vernichtet wurde, und zwar ebenfalls auf Gottes Wort hin und ebenfalls mit Hilfe von Wasser – dem Wasser der großen Flut. 7 Genauso sind auch der jetzige Himmel und die jetzige Erde durch dasselbe göttliche Wort zur Vernichtung bestimmt, allerdings zur Vernichtung durch das Feuer. Sie bleiben nur noch so lange bestehen, bis der Tag des Gerichts da ist und die gottlosen Menschen dem Verderben ausgeliefert werden.
Gottes Geduld ist unsere Rettung
8 Eines freilich dürft ihr nicht vergessen, liebe Freunde: Für den Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind für ihn wie ein Tag.[2] 9 Es ist also keineswegs so, dass der Herr die Erfüllung seiner Zusage hinauszögert, wie einige denken. Was sie für ein Hinauszögern halten, ist in Wirklichkeit ein Ausdruck seiner Geduld mit euch. Denn er möchte nicht, dass irgendjemand verloren geht; er möchte vielmehr, dass alle ´zu ihm` umkehren.
[1] = [Mit "Väter" sind wahrscheinlich christliche Anführer der ersten Generation gemeint. Nach anderer Auffassung geht es um die alttestamentlichen Vorväter, sodass zu übersetzen wäre: "Unsere Väter sind schon längst gestorben, aber …"]
[2] = [Vergleiche Psalm 90,4]
Fragen
1. Was ist einer der ältesten Vorwürfe gegen das Wort Gottes und den christlichen Glauben? (V. 4) (Verständnisfrage)
2. Welche drei Entgegnungen führt Petrus an? (V. 5-9) (Bedeutungsfrage)
3. Gott möchte alle Menschen retten. Mit wem ist er deswegen geduldig (V. 9)? Gehörst du auch zu den Christen, wegen denen sich die Rückkehr Jesu noch verzögert? Was willst du daran ändern? (Anwendungsfrage)