1. Petrus 2,1-10
Jesus Christus – Eckstein eines Tempels aus lebendigen Steinen
1 Darum legt alle Bosheit und allen Betrug ab, alle Heuchelei, allen Neid und alle Verleumdung! 2 Genauso, wie ein neugeborenes Kind ´auf Muttermilch begierig ist`, sollt ihr auf Gottes Wort begierig sein, auf diese unverfälschte Milch[1], durch die ihr heranwachst, bis das Ziel, eure ´endgültige` Rettung, erreicht ist. 3 Ihr habt von dieser Milch ja schon getrunken und habt erlebt, wie gütig der Herr ist.[2] 4 Kommt zu ihm! Er ist jener lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar erklärten, aber den Gott selbst ausgewählt hat und der in seinen Augen von unschätzbarem Wert ist.[3] 5 Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist[4]. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen. 6 Gott sagt ja in der Schrift: »Seht, ich verwende für das Fundament auf dem Zionsberg einen Grundstein von unschätzbarem Wert, den ich selbst ausgewählt habe. Wer ihm vertraut, wird vor dem Verderben bewahrt werden.« 7 Euch also, die ihr glaubt, kommt der Wert ´dieses Steins` zugute. Doch was ist mit denen, die an ihrem Unglauben festhalten? ´Es heißt in der Schrift:` »Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten, ist zum Eckstein geworden.« 8 Und ´an einer anderen Stelle heißt es:` »Es ist ein Stein, an dem sich die Menschen stoßen, ein Fels, an dem sie zu Fall kommen.« Sie stoßen sich ´an diesem Stein`, wie es allen bestimmt ist, die nicht bereit sind, Gottes Botschaft Glauben zu schenken. 9 Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft[5], eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. 10 Früher wart ihr nicht ´Gottes` Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen.[6]
[1] = [Oder: "sollt ihr auf die geistige, unverfälschte Milch begierig sein." Der griechische Ausdruck "logikos" (»vernünftig, geistig«) leitet sich von "logos" (»Wort«) ab und ist hier möglicherweise gewählt, um die "unverfälschte Milch" mit dem Wort Gottes gleichzusetzen, von dem in Kapitel 1,23-25 die Rede war; so die Wiedergabe im NGÜ-Text]
[2] = [Vergleiche Psalm 34,9]
[3] = [Siehe die alttestamentlichen Zitate in den Versen 6 und 7]
[4] = [Wörtlich: "als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen." – "geistlich" kann bedeuten »von Gottes Geist gewirkt/erfüllt« (so der NGÜ-Text) oder »bildlich gesprochen« oder »immateriell / (für das menschliche Auge) unsichtbar«]
[5] = [Vergleiche 2. Mose 19,6 und zum ganzen Vers auch und Jesaja 43,21]
[6] = [Vergleiche Hosea 1,6.9; 2,1.3.25]
Fragen
1. Was sollen wir ablegen, nicht mehr tun – und was sollen wir stattdessen tun? (V. 1-3) (Verständnisfrage)
2. Petrus fordert die Briefempfänger auf, lebendige Steine zu sein und sich zu einem geistlichen Haus aufbauen zu lassen. Was meint er damit? (V. 4-8) (Bedeutungsfrage)
3. Christus ist das Fundament, und wir sind Gottes auserwähltes Volk mit dem Auftrag »seine Wohltaten zu verkünden«. Wem möchtest du heute davon erzählen, was Gott in deinem Leben getan hat und tut? Bete um Gelegenheit und Mut. (V. 9-10) (Anwendungsfrage)